25.05.2013
Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg, Telefon: +49 (0)40 284016-0, E-Mail: office@hamburg.arbeitundleben.de
Gut beraten auf dem Hamburger Arbeitsmarkt
Neuer Service unterstützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus ost-europäischen EU-Ländern
Arbeit und Leben Hamburg bietet seit dem 15. März einen neuen Beratungsservice für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus osteuropäischen Staaten. Er unterstützt ins-besondere Menschen aus den acht mittel- und osteuropäischen Ländern, für die seit Mai 2011 die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt und die in Hamburg Arbeit suchen oder bereits hier beschäftigt sind. Ein besonderer Fokus liegt auf Arbeitsmigranten aus Ru-mänien und Bulgarien, die sich – oft unter ungünstigen Umständen – als Selbstständige für geringwertige Tätigkeiten in Hamburg niederlassen.
Die Beratungsstelle Arbeitnehmerfreizügigkeit wird von der Behörde für Arbeit, Sozia-les, Familie und Integration (BASFI) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geför-dert. Sie arbeitet eng mit dem DGB Hamburg und mit den Gewerkschaften zusammen, ebenso mit der Agentur für Arbeit sowie weiteren Behörden und Beratungsstellen.
Die MitarbeiterInnen informieren kostenlos über Tarifbestimmungen, arbeits- und sozi-alrechtliche Grundlagen und über Fragen des Aufenthaltsrechts. Sie geben Hilfestel-lungen bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber Arbeitgebern und Auftragge-bern und vermitteln Rechtsbeistand, falls dies notwendig werden sollte.
„Zahlreiche Menschen kommen engagiert und gut qualifiziert nach Hamburg, sind aber über die hiesigen Arbeitsverhältnisse, Rechte und Möglichkeiten nur wenig informiert“, so Rüdiger Winter, Projektleiter von Arbeit und Leben Hamburg. „Viele unterschreiben Verträge als selbständige Subunternehmer und sind meist nicht über die rechtlichen Folgen aufgeklärt. Sie arbeiten dann unter fragwürdigen Bedingungen z.B. im Bau- oder Gastronomiegewerbe. Da sie kaum genügend Geld zum Lebensunterhalt verdienen, stranden viele in Obdachlosenunterkünften und wissen nicht weiter.“
Hier setzt die Beratungsstelle an. Zusätzlich zu den Sprechzeiten am Standort Besen-binderhof 60 werden die MitarbeiterInnen auch Wohnheime oder andere Orte aufsu-chen, an denen sich die betroffenen Menschen aufhalten und Beratungsarbeit vor Ort leisten.
Im Rahmen eines Runden Tisches „Fairness und klare Regeln am Hamburger Ar-beitsmarkt“ sollen Maßnahmen entwickelt werden, um Menschenhandel und Arbeits-ausbeutung in Hamburg zu bekämpfen und allen EU-Bürgern faire Arbeitsbedingungen zu sichern.

Weitere Informationen erteilt
Rüdiger Winter, Projektleiter der Beratungsstelle Arbeitnehmerfreizügigkeit bei Arbeit und Leben Hamburg e.V., Besenbinderhof 60, Telefon: (040) 284016-23,
E-Mail: ruediger.winter@hamburg.arbeitundleben.de



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